Schliff-, Schraub- und Stecksysteme von gängigen Wasserpfeifen führt vor allem bei Gelegenheitsrauchern oftmals zur nachhaltigen Verwirrung.
Eine typische Mail wie sie hin und wieder bei uns eingeht:
Hallo Freunde,
mir ist vor kurzem die Bowl meiner heißgeliebten Glasbong kaputtgegangen. Ich kenn mich nun leider mit den “technischen” Aspekten nicht so aus und frage mich nun welche Art von Kopf ich für meine Bong brauche. Foto hängt an.
Wenn das beigefügte Foto von der Qualität und der Aufnahmeperspektive einen Schluss auf die Schliffverbindung zuläßt, helfen wir natürlich gerne weiter. Leider ist dies aber nicht in allen Fällen möglich, so daß wir dem Kunden oftmals eine kleine “Anleitung” schreiben müssen. Um solche Anfragen in Zukunft mit einem Link beantworten zu können, nun also diese kleine Einführung ![]()

old-school: klassischer Trichterkopf ohne Schnickschnack
Glasköpfe
Ein Bongkopf aus Glas muss auf alle Fälle mit Rücksicht auf die Bongs selbst gewählt werden. Die gängigen Verbindungsgrößen 12,5mm ,14,5mm und 18,8mm können ggfls. leicht mit einem Lineal direkt am Schliffansatz ermittelt werden. Bitte beachtet, daß gerade bei billigen Bongs die Herstellerungstoleranz teilweise nicht unerheblich ist. Eine Abweichung von nahezu einem Milimeter klingt zunächst nicht dramatisch, kann aber zu nicht unerheblichen Einbußen in der “Zugkraft” führen. No-Name Bongköpfe sind durchaus bekannt für solche Schwächen.
Wer sich auf diese Weise schnell darüber im Klaren geworden ist, welche Bongkopf-Größe er benötigt, steht im Anschluss oft vor einer teils überfordernden Auswahl an verschiedensten Kopfarten:
- Flutschkopf
- Siebnut-Kopf
- unterschiedliche Formen
- unterschiedliche Größen
- Spezial Varianten
Normalerweise (bei den meisten Köpfen) wird ein separater Sieb benötigt, der in den Kopf gelegt wird und daß Durchsaugen des Füllmaterials verhindert. Ist der Durchlass des Kopfes jedoch eher gering, kann dieser Sieb auch weggelassen werden – in diesem Fall spricht man von Flutschköpfen. Ein enger Durchlass erhöht den Ansaugdruck auf eine kleiner Fläche, was zur Folge hat, das die Füllung erst ganz am Schluss (also dann, wenn es sich im Prinzip nur noch um Asche handelt) durchrutscht. Vorteil: man kann sich das Ausklopfen des Kopfes sparen und viele Raucher schwören auf die besondere Performance dieses Systems. Allerdings handelt man sich dabei auch eine Menge Schmutz direkt in der Pfeife ein.

Bongkopf mit Siebnut
Wer auf einen Sieb nicht verzichten möchte, findet etliche Modelle, die mit separaten Halterungen bzw. kleinen Glaskerben in der passenden Siebgröße ausgestattet sind. Die Siebe sitzen so perfekt und können nicht so schnell verrutschen. Das Einlegen eines Siebes kann u.U etwas Geduld erfordern, wer allerdings schon mal die berühmten – aus trichterförmigen Köpfen springenden – Hüpfsiebe genossen hat, wird um dieses Feature froh sein.
Die Wahl der Kopfform bzw. auch der Kopfgröße ist alleine der persönlichen Vorliebe geschuldet. Trichtervarianten bzw. streng konische Formen zeigen zwar das erwähnte Problem mit der Siebpassung auf, gewährleisten dafür aber ein regelmäßigeres Durchglühen des Kopfinhaltes.

Advanced: Kopf mit Aschefänger
Wer auf Gimmicks abfährt, dem bietet die große Welt der Wasserpfeifenköpfe ein wahres El Dorado. Kombis mit Aschfänger- oder gar Vorkühlerfunktion finden immer stärkeren Zulauf und erfahren dadurch auch so manche Innovation, die den Rauchgenuss nochmals milder und angenehmer macht.
Nicht-Glasköpfe
Bei Bongs, die auf Glasverbindungen verzichten, wird die Kopfwahl sehr einfach. Die Schraubverbindung ist genormt, so daß nahezu jeder Schraubkopf auf das dazu passende Alu-Chillum passt.

Für alle Bongs mit Schraubchillum: Bongkopf aus Metall
So kann man ggfls. auch bedenkenlos kombinieren: Ein Steinkopf auf eine Acrylbong, ein Metallkopf auf eine Keramikpfeife oder auch umgekehrt – vergreifen kann man sich kaum. Prinzipiell sind alle Schraubköpfe als Flutschkopf anzusehen. Wer seine Bong vor extremer Schmutzbelastung schützen will, findet jedoch auch auf diesem Sektor etliche Größen, die für den Betrieb mit Sieb geeignet sind.

Schraubkopf aus Stein.
















Der Hammerschliff beugt dem Problem der normalerweise eher dünnen Schliffansätze vor, die bei unvorsichtigen Bewegungen gerne auch mal springen und somit die Funktion von Chillum – oder noch schlimmer: der Bong selbst – gefährden. Beim Hammerschliff verdickt sich das Glas um den Connector und verzeiht so auch gröbere Behandlung. Allerdings: alles hat seine Grenzen – 100% Bruchsicherheit gibt es bei Glasbongs nicht.
Der Insidecut verfolgt einen ähnlichen Ansatz, nützt hierbei aber gleich das Glasmaterial der Pfeife selbst mit aus. Der Glasansatz für Chillum oder Diffusor befindet sich hier direkt am Pfeifenkörper und ist nicht aus demselben herausgezogen. Dadurch ist die Pfeife selbst weniger anfällig für seitliche Zugbelastungen und den damit verbundenen Schäden. Brüche erfolgen wenn dann am Chillum selbst.
Wer z.B noch Altbongreste (Köpfchen, Chillen, Diffusor, etc) mit einer Neuerwerbung kombinieren möchte, dies aber an den unterschiedlichen Schliffgrößen scheitert, kann sich in den meisten Fällen mit 

…gibts es natürlich im Speziellem nicht: Der Begriff Artistique steht in diesem Zusammenhang vielmehr für die offensichtliche Kunstverständigkeit, mit der der zuständige Glasdesigner hier ans Werk gegangen ist und seinen Schöpfungen eine unverwechselbare, klassische Note verliehen hat. In Zeiten, in denen die verrücktesten Designs in Kraut schießen (und natürlich auch völlig zurecht Ihre Anhänger finden), ist es geradezu erfrischend, wenn eine Bong so aussieht, wie man es seit Jahrzehnten gewohnt ist – um hier einmal die älteren Semester und quasi Alten Herren der Rauchsportkunst anzusprechen. Auf verspielte Glasapplikationen und verdrehte Formen wurde hier verzichtet: Die Reinigungsbürste bzw. deren Nutzer wird es spätestens bei der ersten Säuberung danken.
Wer seine Bong oder Shisha ganz gerne mal mit auf Reisen nimmt – und sei es nur an den Badeweiher oder um die Ecke zum Kumpel – der hat sein geschätztes Rauchgerät gerne vor Einblick (!) und natürlich auch vor Glasbruch geschützt. Hierzu haben wir nun praktische und gut ausgepolsterte Pfeifentaschen in zwei verschiedenen Größen und Farben in unser Sortiment aufgenommen. 
Passend zur gegenwärtigen Wetterlage finden sich (dank zunehmenden Kundenanfragen) nun auch die FROST Bongs in unserem Bong Shop. Empfehlenswert sind diese Wasserpfeifen vor allem für alle Bongfreunde, die sich in das Rauchverhalten moderne Perculatorbongs verliebt haben, die meist aber hohen Anschaffungskosten für Bongs dieser Art eher scheuen. Frost Pfeifen sind hier der optimale Mittelweg: Die Kühlung durch die Verwirbelungseinsätze unterscheidet sich nicht von teureren Produkten und auch die Verarbeitung und das Design kann mit Spitzenware mithalten. Preislich liegen die Frostbongs jedoch ein gutes Stück unterhalb der gewohnten Spanne und bieten so eine optimale Alternative für Rauchsportfreunde mit kleinem Geldbeutel.

