Jan 03

Ein Grinder ist in der Regel nichts anderes als eine Kräutermühle, die dazu dient grobe Pflanzenbestandteile oder getrocknete (!) Erntefrüchte zu einer feineren Substanz zu vermahlen. Dies erspart die äußerst unangenehme und zeitraubende Arbeit mit der Schere oder einem Wiegemesser, was einen Grinder zu einem extrem hilfreichen Tool macht.

verschiedene Formen von Grindern

Grinder/Mühlen gibt es in fast unüberschaubarer Vielfalt, wobei sich die Hauptunterschiede an den Faktoren Material, Austattung und Verarbeitung festmachen lassen. Zunächst zum Thema Material. Hier sind folgende Varianten üblich:

Grinder aus Metall

…gelten gemeinhin als die robustesten und qualitativsten Mühlen, wobei hier aber auch ein genauer Blick auf die Verarbeitung bzw. das Mahlprinzip zu werfen ist. Äußerst unangenehm ist es z.B wenn die Farbe eines lackierten Billiggrinders blättert und sich mit der zu mahlenden Substanz vermischt. Auch lösende Rostelement bei älteren Nicht-Edelstahlgrindern bereiten nicht besonders viel Freude. Wer wirklich hochqualitative Grinder sucht, der sollte sich vergewissern, daß das Gerät der Wahl nach Möglichkeit über CNC-gefräßte Mahlzacken verfügt. Viele günstige Grinder sind statt dieser Zacken mit einfachen Nägeln ausgestattet, die zunächst einmal leicht Schaden nehmen, vor allem aber teils deutliche Mängel in der Qualität des Mahlresultates verursachen können. Sehr praktisch vor allem für Feinmahler: Viele Metallgrinder kommen mit Siebvorrichtung, so daß das im Auffangbehälter verbleibende Material frei von vielleicht ungewollten Grobstoffen ist.



Grinder aus Metall mit CNC-Zacken und Siebvorrichtung.

Grinder aus Holz

Holzgrinder bestehen in der Regel nicht zu 100% aus Holz, sondern sind zumindest mit metallenen Mahlstiften versehen. Diese sind allerdings in den seltensten Fällen besonders robust, sondern meist nur eingenagelt oder geschraubt. Das führt bei zu gewaltsamer Drehung der beiden Hälften ggfls. zu Schäden an den Stiften bzw. sogar zu deren Herausbrechen. Grinder aus Holz sind allerdings von häufig außergewöhnlicher – teils sogar rustikaler – Optik, was ja auch oftmals ein entscheidenes Kriterium sein kann. Fazit: als Gelegenheitsmühle durchaus brauchbar. Mit einer langen Lebenszeit des Grinder sollte man aber nicht unbedingt rechnen. Dafür sind sie aber schön billig.



Holzgrinder mit genagelten Zacken.

Grinder aus Acryl

Preislich nochmals einen Schritt nach unten orientieren sich die meisten Vertreter aus der Sparte “Acrylgrinder”. Die Mahlwerke sind bei den üblichen Varianten nicht so effektiv, wie bei z.B Metallgrindern, und bestehen meist ebenfalls aus Kunststoff. Grinder aus Acryl sollten eher als Behelfsmühlen angesehen werden und versagen besonders bei sehr groben Mahlmaterial schnell den Dienst. Dafür sind sie aber unanfällig für Rost und nicht lackiert, was bei sorgsamen Umgang eine lange Nutzungszeit verspricht. Für Gelegenheitsmüller mit kleinem Geldbeutel durchaus eine Alternative.



günstiger Grinder aus Kunstoff.

Sonderformen

Vor allem 2 Varianten an Kräutermühlen passen nicht so recht in die vorgenommene Einteilung. Zum einem wäre dies Elektrogrinder, die mittels Batterieantrieb die lästige Arbeit des Drehens abnehmen. E-Grinder verfügen aber nicht über besonders leistungstarke Motoren und meist über eher “weiche” Mahlwerke, so daß auch hier von übertrieben groben Materialien abgesehen werden sollte.



Aufwandseffektiv: elektrischer Grinder.

Auch Kurbelgrinder setzen darauf, dem Anwender die mechanische Arbeit des Mahlens zu erleichtern. Statt die beiden Hälften des Grinders zu drehen, setzen die Hersteller den Prozeß über einen Kurbelantrieb an, der bequeme zu bedienen ist. Das die meisten Kurbelgrinder jedoch aus Plastik sind, kann der Mechnismus bei zuviel Kraftaufwendung Schaden nehmen. Sehr gut für lockere Substanzen.

Pflege

Jede Art von Grinder sollte in regelmäßigen Abstämden von Verunreinigungen befreit werden. Die fördert nicht nur Lebensdauer und Mahlleistung des Gerätes, sondern gewährleist vor allem auch die Reinheit des Resultates.

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